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Zahnzange
Knochenzange

Zange (forceps)

 Auch bei diesem Instrument haben wir zwei Backen zum Greifen von Objekten. Nur ist es mit Zangen möglich mehr Kraft auf das zu entfernende Objekt auszuüben, weshalb es sich zur Entfernung von Knochensplittern und Pfeilspitzen (o.ä.) eignet.

Der Unterschied zur Pinzette besteht im Aufbau: Bei der Zange kreuzen sich die beiden Arme und werden durch ein Scharnier verbunden.

1. Zahnzange (forceps dentalis/dentaria)

Dieser Zangentyp wurde am häufigsten in Gräbern gefunden. Das Material ist meist Eisen.

Die Backen sind eher gerade und weisen oft einen kleinen Raum in der Mitte auf den Zahn sicherer greifen zu können.

Anw.: Extraktion von Zähnen

2. Wundzange/Zäpfchenzange (forceps uvula)

Der gesamte Bau dieser bronzenen Z. ist häufig recht schmal. Die Backen sind gezähnt und bilden geschlossen ein V.

 Anw.: Abklemmen von den Gaumenmandeln und Hämorrhoiden.

         Halten von Weichteilen.

3. Knochenzange

Dieser meist bronzene Typ wird recht selten gefunden, so z. B. in Luzzi. Die Backen sind oft gezähnt und besitzen ein s – förmig gebogenes Maul.

 Anw.: Entfernen von Knochensplitter und Fremdkörper.

         Zugriff von oben durch S – Form.

4. Gynäkologische Zange (Kranioklast/Embryothlast)

Es sind nur wenige Exemplare erhalten und dann auch nur fragmentarisch. Es ist eine recht große Zange mit einem grob gezackten Maul.

 Anw.: Hiermit wurde bei Lebensgefahr für die Mutter der Kopf und die Extremitäten des toten Kindes abgeschnitten.

 

 

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