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Apfel / mala

  1. amerinische A. stammten aus der ansehnlichen Munizipalstadt Ameria, Umbrien, und waren berühmt.

  2. runde (mala orbiculata) oder epirotische A. sind identisch. Plinius meinte sie

seien zuerst bei den Griechen bekannt gewesen und hießen deshalb

epirotische, nach der Stadt Epirus.1

  1. skandianische A. Durch Pfropfung gewonnene Obstsorten wurden nach bestimmten

Personen- oder Geschlechtsnamen benannt. Der Namensgeber dieser Sorte hieß Scandius.

 

Inhaltsstoffe: Das Fruchtfleisch enthält Zucker und organische Säuren, Gerbstoffe enthalten die Schale und das Kernhaus.

 

Überlieferte Wirkung: „Die Frühlingsäpfel sind sauer, bekommen dem Magen nicht gut, alterieren den Unterleib und die Blase und greifen die Nerven an; gekocht besitzen sie bessere Eigenschaften. Die übrigen süßen Äpfel erleichtern den Magen und Unterleib, machen Durst und Hitze, schaden aber den Nerven nicht. Die runden hemmen Durchfall und Erbrechen und treiben Harn.“2

Apfelblüten wurden gegen geplatzte Adern in der antiken Kosmetik benutzt.

 

Heutige Anwendung: Geriebene Äpfel wird als Mittel gegen Durchfall genommen. Umstritten ist die Wirkung reifer, gedünstete Äpfel bei Gicht, Leber- und Nierenkrankheiten, Verkalkung und Stoffwechselkrankheiten.

Getrocknete Apfelschalen sollen gegen Fieberkrankheiten und Entzündungen wirken.

Unreife Äpfel haben eine den reifen Äpfeln entgegengesetzte Wirkung!

1 Plin. XV, Kap. 15

2 Plin. XXIII, Kap. 54 u. 55

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