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Katheter (fistula)

 

In diesem Fall ist der Katheter ein starres, röhrenförmiges Instrument zum Einführen in die Blase. Es gab für Männer s-förmig gebogene Katheter in drei unterschiedlichen Größen.

Für die Frauen waren zwei Größen in Verwendung, die nur zum Ende hin leicht gebogen waren. Celsus äußert sich folgendermaßen: „Die größte dieser für das männliche Geschlecht bestimmten Röhren ist 15, die mittlere 12 und die kleinste 9 Fingerbreiten lang. Von den weiblichen Kathetern ist die große 9, der kleine 6 Fingerbreiten lang.“  

Das einzuführende Ende war immer geschlossen und hatte seitlich eine Öffnung, damit der Urin abfließen konnte.

Der Ausdruck fistula wurde auf alle röhrenförmige Dinge übertragen. Das Abgeleitete Wort Fistel beschreibt eine „röhrenförmige, mit Granulations- oder Epithelgewebe ausgekleidete Verbindung zwischen Körperhöhlen bzw. Hohlorganen untereinander oder der Körperoberfläche; ...“.

Anw.: Hiermit wird der Urin abgelassen, wenn dies durch Entzündung oder Verlegung (z.B. durch einen Tumor oder einer vergrößerten Prostata) der Ausflußöffnung dem Patienten nicht möglich ist.

Metallkatheter wurden noch bis in die Mitte der 1970er Jahre in Arztpraxen eingesetzt und auch heute gibt es sie noch.

 

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