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Die Kunst

"Medicus curat, natura sanat - Der Arzt behandelt, die Natur heilt."

Es gab drei Wege der Medizin die nacheinander angewendet werden sollten. Zum einen, und das war die höchste Form der Medizin, wurde durch einen Lebenswandel versucht Gesundheit zu bringen. Dies geschah mit der Diätetik (Ernährungslehre) und auch der Balneologie (Bäderlehre, das ist vergleichbar mit Kneipp-Kuren). So wurden die verschiedenen Lebensmittel nach Nahrungssäften und ihrem Nahrungsgehalt unterteilt. So enthalten Knoblauch, Zwiebeln und Kohl schlechten und Geflügel, "Obst was nicht herb oder sauer ist" und Fisch guten Nahrungssaft. Geflügel hat einen recht geringen Nahrungsgehalt, deswegen eignet sich die Hühnersuppe auch gut bei einer Erkältung. Sie belastet nicht und gibt den Körper doch Nahrung.

Zur Diätetik gehören Luft - Licht, Essen - Trinken, Bewegung - Ruhe, Schlafen - Wachen, die Ausscheidungen (hierzu gehört auch die Sexualität) und die Gefühle. Das sind alles Faktoren, und noch viele mehr, die Beachtung finden bei der Behandlung.

Wann man wie gebadet hat, ist ebenfalls ein wichtiges Thema gewesen.  Entscheidend ist die Reihenfolge und die begleitenden Behandlungen wie kalte Güsse oder Massagen. Ein römisches Bad hatte ein Kalt-, Warm- und Heißbecken und nicht für jeden war alles geeignet. Je nahchdem ob ein junger oder alter Mensch, ein Gelehrter oder ein Arbeiter vorstellig wurde, wurden die Bäder und ihre Reihenfolge verändert. Wichtig war auch die Jahreszeit. Eine sehr einleuchtende Regel lautet, dass man im Sommer kalt baden sollte um seinen Körper nicht noch mehr zu erhitzen.

Wenn mit der Änderung des Lebenswandels keine Besserung erzielt werden konnte oder die Umstände (z.B. Trauma) eine schnellere Behandlung erforderten, so wurden Medikamente eingesetzt.

Reicht auch das nicht aus, so musste geschnitten werden. Die Operation als letzter Schritt!

 

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