Medicus Romanus
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Instrumentenrolle

Aufbewahrung

 Die Instrumente und Medikamente sind wahrscheinlich zusammen in einem „großen, schwarzen Arztkoffer“ aufbewahrt worden. Diesen gab es natürlich nicht in der eben erwähnten Art. Die Instrumente wurden vorher schon in Kästchen und Büchsen verpackt und dann in einer Tasche transportiert. Es können zwei Grundtypen bei dieser „Umverpackung“ unterschieden werden:

 

1. Specillotheca  – eine metallene (Bronze, Kupfer) , längliche Dose Sonden wurden in diesen Köchern transportiert, da sie von feiner Gestalt sind und so leichter verbiegen können. Sie wurden auch teilweise zur Verwahrung von Medikamenten benutzt, wie  uns Fund aus Pompeji vor Augen führen.  

2. Rechteckiges Kästchen aus Metall, Holz oder Elfenbein und Lederrolle

Hier gibt es noch eine Unterteilung in zwei Formen, je nach Nutzung.

a) Die Skalpelle, Knochenheber und Haken sind in wohl mit Leder verbundenen, teilweise damit überzogenen, Holzkästchen aufbewahrt worden.  Sie sind wohl hauptsächlich aus Holz gefertigt worden. Zeugnis davon geben uns die Grabsteine z.B. aus dem Asklepion von Athen oder die Grabara des Arztes P. Aelius Pius Curtianus aus Praeneste / Palastrina. Seltener sind auch Zangen so aufbewahrt worden. Es wurden aber auch Lederrollen gefunden die zum Transport von Instrumenten gedient haben.

b) Auch diese Kästchen wurden zur Medikamentenaufbewahrung benutzt. Sie unterscheiden sich jedoch durch kleine Unterteilungen und gelegentlich einem Reibplättchen obenauf von den Instrumentenkästchen. Die Abmessungen sind auch häufig zu gering um Instrumente darin aufzubewahren. Somit kann es als transportable Apotheke verstanden werden mit dem es dem Arzt und Apotheker möglich war die Rezepte vor Ort anzumischen.

Des weiteren ist auch ein Zwischentyp bekannt der sowohl kleine Fächer und Schubladen enthält, als auch genügende Größe für den Transport von Sonden hat.

Solch ein bronzenes Kästchen wurde in Pompeji im Haus eines Apothekers gefunden. “In ihm lagen 1 Salblöffel und ein Porphyrplättchen zum Reiben der Salben.“

Capsa

 Es werden desweiteren auch sog. Capsa, Transportbehältnisse für Verbandzeug

(s.a. Wundversorgung), erwähnt. Vielleicht wurden auch einige blutstillende Medikamente mit transportiert.

Sie werden in der Machart ähnlich wie die auf der Abbildung sichtbaren Capsa gebaut sein. Ursprünglich waren sie zum Transport von Schriftrollen u. ä . da und dementsprechend groß. Für den Militärdienst wird ihre Größe aber angeglichen worden sein.

Die Träger solcher Behälter nannte man Capsarius. 

 

 

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